Zwar sind diese Besuche immer äußerst lehrreich, aber irgendwie auch immer etwas frustrierend, weil man genau weiß, dass man diese Gemüsesorten, Gewürze und Kräuter in Deutschland nur schwer bekommen wird. Die Kochschule selbst ist eher einfach eingerichtet, was aber zu keinem Zeitpunkt gestört hat. Für jedes Gericht wurden zunächst die Zutaten in der Gruppe vorbereitet. Garen durfte dann jeder selbst an seinem eigenen Wok auf dem Balkon. Auch dieses Mal wurden fünf Gerichte gezaubert.1. Tom Yum Goong
Bei dieser scharfen und leicht säuerlichen Suppe mit Garnelen handelt es sich um einen echten Thai-Klassiker. Mit dabei sind unter anderem Pilze, Ingwer, Tomate, Koriander, Zwiebeln, Chili, Limettensaft und Kokosmilch. Es ist erstaunlich welche Aromen die Suppe nach so kurzer Kochzeit annimmt. Dafür blubbert in Deutschland das Suppenhuhn mindestens einen halben Tag.
2. Pad Thai
Die gebratenen Reisnudeln mit Garnelen und Tofu können schon fast als Nationalgericht bezeichnet werden. Man bekommt es wirklich in jedem Restaurant, aber es hat noch nirgendwo so gut geschmeckt wie aus eigener Herstellung. Ei, Bohnen, Tamarindenpaste, Chilipulver und Cashewnüsse dürfen nicht fehlen.
3. Laab Gai
Der Hühnchensalat mit viel Minze, Schalotten, Zwiebeln und Koriander gehört zwar nicht zu meinen Favoriten, ist aber in jedem Fall einen Versuch wert. Dazu wird zu Kugeln gerollter Klebreis serviert. Das Rollen der Kugeln war denn auch meine Aufgabe. Made in Germany kam bei meinen durchweg asiatischen Mitschülern auch sehr gut an.
4. Kang Khiao Wan Gai
Grünes Curry mit Hühnchen ("Gai") gehören zum Pflichtprogramm eines jeden kulinarischen Rundgangs durch Thailand. Da es weniger scharf ist die rote Schwester braucht sich bei diesem Gericht auch niemand Gedanken um unangenehme Nebenwirkungen machen. Aubergine, Kokosmilch und grüne Currypaste zeichnen dieses Rezept aus.
5. Kluay Buad Chee
Wer nach vier Gerichten noch Platz im Magen hat (so wie ich), kann sich mit diesem Gericht den Rest geben. Banane in Kokosmilch: einfach, schnell, lecker!
Zum Abschluss gab es dankenswerterweise nicht nur die Rezepte dieses Kurses, sondern gleich ein ganzes Kochbuch. Wirklich zu schade, dass ich keine Küche in meinem Apartment habe. Aber wenn man schon kaum Zeit zum Bloggen findet, sollte man sich vielleicht nicht auch noch das Kochen aufhalsen. Dafür bleibt in Deutschland noch genug Zeit.








